Unter dem Begriff Thermotherapie (Wärmetherapie) versteht man eine Überwärmungstherapie, wobei die Wärme als therapeutisches Mittel benutzt wird.
Die Anwendung der Wärme bei verschiedenen Erkrankungen ist bereits seit der Antike bekannt. So behandelten die Ägypter z.B. einen Brusttumor mit heissem Lehm. Bei den Griechen wurde die Wärme dort, wo chirurgische Massnahmen keine Linderung mehr bringen konnten, zur Anwendung gebracht. Selbst die Nachfahren der Maja behandeln auch heute noch Tumorerkrankungen mit Wärme.

Die letzten zehn Jahre haben auf dem Gebiet der Thermotherapie enorme technologische Entwicklungen gebracht. Basierend auf dem Fortschritt von Radiofrequenz, Kurzwellen- und Langwellentechnik (infrarot), Ultraschall und Elektrotherapie.

Was ist Wärmetherapie?
Wärmetherapie ist die Behandlung mit gestrahlter oder geleiteter Wärme (z. B. Fango) durch:

Heissluft
heisse Rolle (mit heissem Wasser getränkte aufgerollte Frotteetücher, die Wärmeintensität bleibt durch Abrollen erhalten)
Ultraschall (durch mechanische Wellen wird ein Vibrations- und Wärmeeffekt im Behandlungsgebiet erzeugt)
Elektrotherapie
Infrarot (durch Einstrahlen von optischer Energie wird das Gewebe erwärmt)
Warmpackungen mit Peloiden (z. B. Fango, Schlick oder Moor)
Paraffinbad der Hände (Eintauchen der Hände in flüssiges Paraffin für einige Minuten, anschließend einschlagen der Hände in Tücher)
Voll- und Teilbäder mit Peloiden


Was ist Kältetherapie?

Kältetherapie ist die Behandlung mit intensiver Kälte in Form von:


Eiswickel, Eismanschetten, Eiskompressen (in Eiswürfel getauchte bzw. mit Eiswürfeln gefüllte oder mit Salzwasser gefrorene Frottiertücher)
tiefgekühlten Eis-/Gelbeuteln
direkter Abreibung (Eismassage)
Kältesprays, Kaltgas und Kaltluft
Eisteilbädern in Fuss- oder Armbadewannen
im Rahmen einer Kneipp-Therapie: Wassertreten, kalte Güsse, Barfussgehen



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